Barbara Dennerlein gehört zum Kreis der wenigen deutschen Künstler mit internationaler Reputation. Sie präsentiert sich auf ihren Veröffentlichungen und in ihren Konzerten als kompetente Vertreterin einer neuen Generation von Jazz-Musikern und wurde dadurch zur Protagonistin ihres Instrumentes, der legendären Hammond B 3.Ihre CDs wurden mit Auszeichnungen, mehrfach mit Jazz Awards und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik bedacht, ihre CD "Take Off" (Verve/Universal) erreichte sogar Platz 1 der Jazz-Charts und wurde als meistverkauftes Jazz-Album gefeiert.
Doch besonders faszinierend wirkt Barbara Dennerlein live. Als wichtigster und erfolgreichster deutscher Jazz-Export sind ihr die großen internationalen Festivalbühnen ebenso vertraut wie die Klubs. Zudem dokumentieren zahlreiche Rundfunk- und Fernsehmitschnitte international ihre großen Erfolge.
Mit ihrer Formation "Bebab" sowie im Solo(in der Jahnhalle im Duo mit dem New Yorker Top Drummer DRORI MONDLAK) wird Barbara Dennerlein diesseits und jenseits des Atlantiks gleichermaßen von Kritikern und Publikum gefeiert.
Swing und Bebop, Blues, Soul, Latin und Funk - für Barbara Dennerlein gibt es keine starren Grenzen, sondern fließende Übergänge. Das hängt mit ihrem Geschmack, ihrem Talent und mit ihrer Souveränität auf dem Instrument zusammen. Ein ziemlich universales Instrument und ohne Zweifel fasziniert das Spiel von Barbara Dennerlein auch deshalb, weil sie es wie kein anderer versteht, die Möglichkeiten ihres Instrumentes voll auszuschöpfen und unter der Vielzahl von Klangmöglichkeiten einige entdeckt hat, die sie als Jazzmusikerin unverwechselbar machen.
Mit ihrer Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen musikalischen Entwicklungen - nicht nur im Jazz - schlägt sie eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Durch ihre brilliante Spieltechnik kreierte sie einen innovativen und unverwechselbaren Stil, der für die im moderneren Jazz lange vernachlässigte Hammondorgel völlig neue musikalische Dimensionen erschloss. Mit Recht kann sie für sich in Anspruch nehmen, die eigentliche Wegbereiterin der heutigen Orgel-Renaissance im Jazz zu sein.
Barbara Dennerlein ist eine Perfektionistin, doch alles andere als eine seelenlose Technikerin. Sie legt größten Wert auf musikalische Integration im Kollektiv. Ihre Live-Bands erweisen sich als bestens eingespielt. Für ihre CD-Produktionen stellte sie handverlesene Besetzungen zusammen, in denen so profilierte und stilistisch unterschiedlich versierte Musiker wie Ray Anderson, Antonio Hart, Mitch Watkins, Randy Brecker, Jeff "Tain" Watts, David Murray, Howard Johnson, Frank Lacy, David Sanchez, Roy Hargrove, Bob Berg und Dennis Chambers mitwirkten.
Barbara Dennerleins Alben wurden u.a. von Enja Records ("Straight Ahead", 1988, "Hot Stuff", 1990, "That's Me", 1992) sowie von Verve ("Take Off",1995, "Junkanoo", 1996, "Outhipped",1999) verlegt. Bereits 1984 begann Barbara Dennerlein mit Produktionen für das eigene Label Bebab Records.
Als eine der ganz wenigen Organisten hat sie mit den Basspedalen ihr Können auf den Tasten erweitert, kreativ und virtuos gesteigert: "Der Fußbass ist für meine Art die Hammond zu spielen absolut essentiell. Ich kann damit eine ganz spezielle rhythmische Struktur entwickeln, die von einem Bassisten so kaum nachempfunden werden kann, da ich zusammen mit den beiden Manualen über eine Art 'rhythmisches Triptychon' verfüge."
Hinzu kommt, daß Barbara Dennerlein ihr Instrument durch MIDI-Technik mit Sampler und Synthesizer kombiniert, was ihr einen Zuwachs an orchestralen Sounds ermöglicht. Doch sie gleitet nicht in die Bereiche eines musikalischen Science Fiction ab. Sie bleibt erdverbunden und groove-orientiert. Bei aller Virtuosität geht es ihr vor allem um Intensität und Kommunikation mit ihren Musikern und ihrem Publikum. Gefühlvolle Balladen liegen ihr ebenso wie rasante Tasteneskapaden oder funky Grooves.
Drori Mondlak ist ein Top Drummer aus New Yorker. Er ist gefragter Jazz-Schlagzeuger und Bandleader der internationalen Jazzszene. Seine gefühlvolle, raffinierte und interaktive Einstellung zur Musik ermöglichten es ihm, mit verschiedenen Künstlern unterschiedlichster musikalischer Genres zu spielen. Während seiner 20 Jahre in New York City arbeitete er mit Koryphäen wie Frank Foster oder Joe Williams. Drori Mondlak hat sich aber auch in Europa einen Namen erspielt, wo er mit Künstlern wie Lee Konitz, Karolin Strassmayer oder Barbara Dennerlein arbeitet.
Mehr Infos unter TASTENTAGE...bald.
